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ALHAMBRA
Die Mauren in GRANADA I
Die Mauren in GRANADA II
Die Könige von GRANADA
Ein Rundgang durch GRANADA
Die ALHAMBRA
Der Alhambra genannte Baukomplex ist eine für das Mittelalter typische Kombination aus einer befestigten Oberstadt mit einer auch gegen diese selbst noch extra gesicherten Zitadelle für den Machthaber. Die Oberstadt beherbergte neben dem Adel und dem Militär auch die höher stehende Bürgerschaft, Kaufleute sowie wichtige Handwerke. Auch die Waffenherstellung befand sich hier. Als Alcazaba wird in der Literatur eine Stadtburg, Akropolis, bezeichnet, eine großflächige Befestigungsanlage mit stadtähnlichem Charakter, auf deren Gelände es noch eine Stadtburg oder Zitadelle gibt. In Granada wird die Zitadelle allein als Alcazaba bezeichnet, während die Gesamtanlage Alhambra heißt.
Erste Besiedelungshinweise für den Burgberg gibt es bereits aus vorrömischer Zeit. Nach der Eroberung der iberischen Halbinsel erbauten die Araber eine Burganlage. Urkundliche Erwähnung fand sie während der Bürgerkriege des 9. bis 12. Jahrhunderts als „Ma’quil Ilvira“ (Elvira-Festung), als Sawwar Ibn Hamdun wegen Bürgerunruhen im Kalifat von Crdoba in die Festung zog. Sie bewies ihren Wert als Festung auch in mehreren Kriegen gegen das Kalifat von Crdoba.
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Nach dem Zusammenbruch des Kalifats von Córdoba erklärte 1031 übernahm der Berberführer Zawi ibn Ziri die Herrschaft über die Stadt und machte diese mitsamt Umgebung unabhängig. Später übernahmen die ebenfalls berberischen Dynastien der Almoraviden und Almohaden die Herrschaft. Über das Aussehen der Burg in dieser Zeit gibt es keine Hinweise. Im Jahre 1241 verlegte der damalige Herrscher von Jaén, Ibn al-Ahmed, genannt Al-Ahmar (dt: "der Rote"), seine Residenz von Jan nach Granada und begründete als Mohammed I. in Granada seine eigene Dynastie, die Nasriden, die bis 1492 über Granada herrschten. Mohammed veranlasste den Bau der beeindruckenden Zitadelle auf dem Territorium der heutigen Alhambra. Die grandiose Befestigung der Alcazaba (Oberstadt) wurde im 13. und 14. Jahrhundert errichtet. Unter Yusuf I. (1333-54) und Mohammed V. (1354-91) wurde die Nutzung der Alcazaba neu organisiert. Die Zitadelle, die heute als Alcazaba bezeichnet wird, hatte von nun an eine rein militärische Bedeutung. Das übrige Territorium der Oberstadt baute man zum Regierungs- und Verwaltungssitz aus. Die Privatresidenzen der Emire befanden sich ebenfalls auf ihrem Territorium. Gegen Ende des Nasridenreiches wurde die Zitadelle durch ein Artillerie-Bollwerk in Richtung Stadt verstärkt. Am 2. Januar 1492 jedoch wurde die Festung nach lang andauernder Belagerung von den Reyes Catlicos (Katholische Könige) im Zuge der Reconquista (Rückeroberung) erobert. Damit fiel die letzte Bastion der Mauren in Spanien.
Nach der Übergabe der Alhambra an die spanischen Könige wurde Don Iñigo López de Mendoza, Graf von Tendillo, als königlicher Verwalter der Alhambra eingesetzt. Er ließ ab 1492 eine riesige Zisternenanlage im Abschnittsgraben zwischen der Alcazaba und dem Palastbereich errichten. Das Gelände wurde aufgeschüttet und es entstand so der Zisternenplatz. Im 16. Jahrhundert errichtete man vor der Alcazaba eine Vormauer mit niedrigem Rundturm.
Karl V. plante, Granada zum Regierungssitz zu machen. Deshalb ließ er einen großen Renaissancepalast auf der Alhambra errichten. Da sich auf Grund der Entdeckung Amerikas die Interessensschwerpunkte des Königreiches verlagerten, ließ man die Residenzpläne fallen. Der Palast Karl V. wurde nie fertiggestellt.
Im Spanischen Erbfolgekrieg leisteten die Burgvögte den Bourbonen Widerstand. Das hatte 1714 ihre Entmachtung zur Folge. In der Zeit der Bourbonen verfiel die Alhambra immer mehr, bis man sie im 19. Jahrhundert wieder entdeckte. Seit dieser Zeit finden Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeiten statt. 1832 erschien die Erstauflage der „Tales of the Alhambra“ von Washington Irving, der sein Buch aus Inspirationen heraus schrieb, die ihn während seines Aufenthalts in den verlassenen Gemäuern der Anlage ereilten.
1984 wurde die Alhambra zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.
Öffnungszeit & Eintrittskarten
März bis Oktober täglich 8.30 bis 20.00 Uhr und 22.00 bis 23.30 Uhr, November bis Februar täglich 8.30 bis 18.00 Uhr und 20.00 bis 21.30, Kassenschluss eine Stunde vor Schließung. Am 25.Dezember und 1.Januar ist die Alhambra komplett geschlossen. Es gibt Vormittags-Tickets, die bis 14 Uhr gelten, Nachmittags-Tickets ab 14 Uhr und die Abend-Tickets. Der Preis für einen Erwachsenen (nicht ermäßigt) beträgt 10 Euro (Stand September 2006) zzgl. einer Bearbeitungsgebühr von 0,88 Euro bei Vorabbuchung. Aufgrund des großen Andranges insbesondere in der Hochsaison, muss mit erheblichen Wartezeiten an den regulären Eintrittskarten-Schaltern gerechnet werden. Da das Karten-Kontingent begrenzt ist, gibt es oft für Individual-Touristen schon ab dem Vormittag überhaupt keine Karten mehr. Dies kann vermieden werden, indem vorab die Karten einfach bei der landesweit anzufindenden Bank BBVA bezahlt und reserviert werden. Man nennt dazu den gewünschten Besuchstag und den Wunscheintrittszeitpunkt in den Nasriden-Palast, bezahlt und erhält die Reservierungsbestätigung mit der Reservierungsnummer. Am Schalter für die reservierten Karten an der Alhambra legt man dann einfach die Reservierungsbestätigung und den Personalausweis oder Pass vor und erhält die Original-Eintrittskarten. Die Wartezeit ist dort sehr gering. Das gewünschte und auf den Karten angegebene Zeitfenster für den Eintritt in den Nasriden-Palast (z.B. 14:00 bis 14:30 Uhr) ist unbedingt einzuhalten. Die Eintrittszeit der weiteren Bereiche (Alcazaba, Palast Karls V., Generalife) sowie die Aufenthaltsdauer aller Bereiche (auch des Nasriden-Palstes) ist gegenwärtig (Stand 5. Juli 2006) nicht eingeschränkt. Beachte zur Buchung über die BBVA auch die Internetseite des Instituts, hier erfährt man bei einer Buchung sofort die möglichen Zeitfenster für den Nasriden-Palast. Ein zusätzlicher Besuch am späten Abend ist sehr zu empfehlen.
www.alhambratickets.com
Auch wenn die Wartezeiten bis zum Einlass in die Nasridenpaläste teilweise sehr lang sind bzw. die Reservierung vorab etwas umständlich klingt (was sie nicht ist!), sollte man auf keinen Fall auf einen Besuch der Alhambra verzichten.
Quelle: Wikipedia.de
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