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Die Könige von GRANADA
ALHAMBRA
Die Mauren in GRANADA I
Die Mauren in GRANADA II
Die Könige von GRANADA
Ein Rundgang durch GRANADA
Isabella war Königin von Kastilien, Ferdinand König von Aragon. Beide herrschten nach ihrer Heirat gemeinsam über das christliche Spanien. Isabella galt als die Tatkräftigere von beiden und wird bis heute verehrt. Das galt vor allem, aber nicht nur für das nationale Spanien.
Wir finden es an den Außenwänden der Königlichen Kapelle von Granada neben dem Emblem des Ochsenjochs, das für Isabellas Gemahl Ferdinand stand. Außerdem sehen wir reliefartig die Buchstaben F und Y im Wechsel am Sims hervortreten. F und Y bedeuten Ferdinand und Ysabella, und die jeweiligen Embleme sind nach den Anfangsbuchstaben F und Y ausgewählt: Pfeile heißen aufspanisch flechasund Ochsenjoch heißt yugo. Jenes Emblem, das den eigenen Anfangsbuchstaben trug, wurde als Zeichen des anderen genomÂmen. Keiner sollte mächtiger als der anÂdere sein, jeder den anderen stützen.
Tatsächlich herrschten die beiden in Personalunion über ihre Königreiche, und gemeinsam verfolgten sie das Ziel, den Islam von der Halbinsel zu verbannen. Isabella war eine starke Persönlichkeit, neben der ihr Gatte zu verblassen scheint. Aber es gibt auch Stimmen, die den Ruhm Ferdinands verkünden. Für den italienischen Politik-Theoretiker Machiavelli war Ferdinand von Aragon das Muster seines berühmten >Principe<, des Fürsten. Er galt als blendendes zeitgenössisches Beispiel für geschicktes politisches Handeln ohne Moral, für Skrupellosigkeit und Verschlagenheit und als Meister der Machtgewinnung und Machterhaltung, somit - im Sinne Machiavellis - als Vorbild des neuzeitlichen Politikers.
Häufig waren Isabella und Ferdinand voneinander getrennt, unterschiedlichen Heeresteilen vorstehend. Zwischen den Feldzügen gebar Isabella ihre Kinder. Der Prinz starb, die Prinzessinnen wurden günstig verheiratet. .; Die zweite Tochter hieß Johanna. Ihr von den Eltern erwählter Gatte galt als gute Partie. Er war der Sohn des deutschen Kaisers Maximilian und offenbar auch nicht unansehnlich: Johanna entflammte für den Habsburger Philipp den Schönen. Dieser erwiderte die Leidenschaft jedoch nur anfänglich. AbIehnend reagierte er dagegen auf die rasende Eifersucht, von der Johanna erfasst wurde. Als der geliebte Mann in frühen Jahren an einem Fieber starb, wollte sie nicht einmal den Leichnam hergeben. Aus der erregbaren und empfindsamen Johanna war >la loca< geworden: Johanna die Wahnsinnige. Sie wurde in ein Kloster gesperrt und lebte fast so lange wie ihr Sohn, der statt ihrer nach Isabellas und Ferdinands Tod die Macht übernahm: der Habsburger Karl V., deutscher Kaiser und als Carlos I. König von Spanien.
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