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Die Mauren in GRANADA
ALHAMBRA
Die Mauren in GRANADA I
Die Mauren in GRANADA II
Die Könige von GRANADA
Ein Rundgang durch GRANADA
Anders als die meisten Städte Andalusiens hat Granada nicht die typische Abfolge von karthagischer, römischer und westgotischer Herrschaft erlebt. Es war keine bedeutende antike Gründung und begann als Stadt erst mit den Mauren zu existieren, die ab 711 n. Chr. die bevorzugte Lage ausnutzten. Granada war Zufluchtsort für die Bewohner Elviras geworden, eines Ortes in der Nähe, der heute nicht mehr existiert. Angeblich standen damals die Häuser ihrer Siedlung so dicht beieinander wie die Kerne des Granatapfels und wurden danach benannt: Granata. Der maurische Emir von Granada war dem Kalifen von Cordoba Untertan, später herrschten die Almoraviden und Almohaden aus dem heutigen Marokko über den Ort.
Als Ferdinand der Heilige 1227 Baeza eroberte, wurden die moslemischen Flüchtlinge in Granada aufgenommen. Sie siedelten auf dem heutigen Albaicin-Hügel, dessen Name noch an die Herkunft der Bewohner erinnert. (Nach einer anderen Version bedeutet der Name Stadt der Falkner.
Eine ähnliche Geschichte hat der arabische Stadtteil Antequeruela, südlich des Alhambra-Hügels, ein wenig besuchtes, sehr reizvoll am Hang gelegenes Viertel, wo vertriebene Moslems eine Zuflucht fanden, nachdem die Stadt Antequera 1410 von den Christen erobert worden war.
Mit der fortschreitenden Eroberung Südspaniens durch die Christen seit dem 13. Jh. wurde Granada zur mächtigen Hauptstadt eines eigenen islamischen Königreichs und Heimstatt der aus dem Christenland fliehenden Moslems. Erst mit dem Siegeszug der Christen, die nach und nach das in kleine Reiche zersplitterte maurische Andalusien für sich gewannen, begann Granada also zu wachsen und zu blühen.
Mohammed ibn Ahmar aus dem Geschlecht der Beni Nasr legte den Grundstein für die Herrschaft der Nasriden, die von 1238 bis 1492 dauerte und Andalusien die letzte Blüte maurischer Kultur auf europäischem Boden bescherte. Mohammed ibn Ahmar, erster König von Granada und Begründer der Alhambra, wurde von den Königen Jaime I.von Aragon und Ferdinand III. von Kastilien bedroht. Kurzerhand stellte er sich unter den Schutz des kastilischen Königs, der ihn zu seinem Vasallen machte. Der Herrscher von Granada musste nun nicht nur Tribut zahlen, sondern dem christlichen König bei der Eroberung Sevillas im Jahre 1248 auch mit seinen besten Reitern Waffenhilfe leisten. Er kämpfte mit den Christen gegen seine eigenen Glaubensbrüder. Sevilla fiel. Der siegreiche Maure kehrte in seine Heimatstadt zurück. Man empfing ihn mit Jubel und Sieg Rufen. Mohammed ibn Ahmar antwortete, wenig von sich überzeugt, aber glaubensstark: »Es gibt keinen Sieger außer Allah!« Dies wurde der Wahlspruch der Nasriden; er zieht sich vielhundertfach wiederholt über die Wände des Königspalastes.
Nicht nur die Flüchtlinge aus den von Christen eroberten Städten machten Granada reich. Ein ausgefeiltes Bewässerungssystem sorgte für das fruchtbare Gedeihen der Landwirtschaft. Zuckerrohr, Feigen, Mandeln und Orangen wurden exportiert. Bergwerke förderten Gold, Silber und Kupfer. Kostbare Seide wurde produziert. Der Handel blühte. Die Stadtmauern dehnten sich auf 15 km Länge aus, und die Bevölkerungszahl wuchs rasch bis auf 400 000 Menschen.
Zahlreiche Schulen und Hospitäler wurden gegründet; eine Münze entstand und eine Universität. Es war, als würde die maurische Kultur in Spanien noch einmal ihre ganzen Kräfte sammeln und an diesem Ort konzentrieren. Während sich die Stadt ausdehnte, wurde auch an der Königsburg gebaut.
Als erstes errichtete man die Alcazaba, die eigentliche Burganlage, und erst im 14. Jh. den Palast. Auf dem Alhambra-Hügel entstand so nach und nach eine regelrechte Königsstadt mit eigenen Straßen und Läden.
Die Nasriden herrschten unangefochten. Aber sie waren vielfach unter sich zerstritten, eine intrigante Machtclique wie andere auch. Dennoch, es gab nicht nur ihren klugen Begründer, der die Alcazaba bauen ließ, sondern auch feinsinnige Geister wie Yusef Abul Hagig, den Vollender der Alhambra, den man zugleich für den besten Dichter seiner Zeit hielt. Insgesamt war das Königreich
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